Internat

Serhij Zhadan
Internat

Serhij Zhadan: Internat

Der Roman spielt in den Januartagen im Jahr 2015, als der Krieg zwischen der Armee und den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine seinen Höhepunkt erreichte.

Pascha, ein junger Sprachlehrer, am politischen Geschehen seines Landes gänzlich uninteressiert, soll unter dem Druck seines Vaters seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat nach Hause holen. Die Stadt, in der das Internat liegt, ist bereits von den Separatisten eingeschlossen. Niemand kann mehr mit Bestimmtheit sagen, wo die Checkpoints sind und wo die Frontlinien durchführen.

Lange drei Tage dauert die Reise, um den Jungen zurückzuholen. Für Pascha und seinen Neffen wird es eine Höllenreise durch zerstörte Landschaften von fast apokalyptischem Ausmass, wo Frauen, Alte und Kinder herumirren und in kaputten Gebäuden Schutz suchen. «Internat» ist ein beklemmender, gänzlich aus der Perspektive der Zivilbevölkerung erzählter Roman, der in kraftvoll poetischen Bildern beschreibt, wie der anfänglich apolitische Pascha sich während dieser Reise verändert und an seiner Aufgabe wächst.

Sabine Stöhr und Juri Durkot haben den Roman aus dem Ukrainischen übersetzt, wofür sie 2018 den Leipziger Buchpreis erhielten.

Therese Heiniger

Suhrkamp Verlag, 2018
300 Seiten, Gebunden
ISBN 978-3-518-42805-4

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