Speicher 13

Jon McGregor
Speicher 13

Jon McGregor: Speicher 13

In einem kleinen mittelenglischen Dorf ist ein dreizehnjähriges Mädchen verschwunden. Es war nach einer Wanderung mit seinen Eltern durch das Moor nicht zurückgekehrt. An der grossangelegten Suchaktion beteiligen sich auch die Dorfbewohner, aber das Mädchen bleibt verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt.

Was wie ein Krimi beginnt, entwickelt sich in diesem höchst raffiniert erzählten Roman zu einer genauen Studie über das Dorf und dessen jährlich wiederkehrende Rituale und Geschehnisse: Wie die Leute das Brunnenfest feiern, wie die Cricket-Mannschaft jedes Mal gegen das Nachbardorf verliert, wie die Natur sich verändert, was das Goldhähnchen so treibt.

Je weiter der Fall zurückliegt, desto tiefer taucht man in das Dorfleben ein und nimmt dessen subtile Veränderungen wahr: Der Metzger geht Pleite, der alte Schafzüchter erleidet einen Schlaganfall und muss gepflegt werden, die Jugendlichen hängen trinkend an der Bushaltestelle herum und träumen vom Fortgehen.

Und über all dem hängt dieser ungelöste Fall, der die Leute gelegentlich noch bis in ihre Träume verfolgt und auch mich bis zum Schluss gefesselt hat.

Veronika Scheuermeier

liebeskind Verlag, 2018
352 Seiten, Gebunden
ISBN 978-3-95438-084-8

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